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Growbox-Ratgeber und Indoor-Growing-Blog

Stromverbrauch mit dem Steckdosenmessgerät richtig erfassen

· 3 Min. Lesezeit
LIGHTWEIGHT 320 LED-Growlampe mit sechs Lichtleisten und Aufhängungszubehör

Wer wissen will, was LED, Lüfter und Zusatzgeräte im Betrieb verbrauchen, kommt mit Typenschildern allein nicht weit. Ein Steckdosenmessgerät zeigt dir, was tatsächlich aus der Steckdose fließt. Richtig eingesetzt liefert es eine gute Grundlage für deine Kostenplanung. Dieser Ratgeber erklärt, wie du dabei vorgehst. Wie du aus den Messwerten Kosten berechnest, liest du ergänzend in unserem Ratgeber zu den Stromkosten im Grow Setup. Die Kostenrechnung speziell für Leuchten ergänzt unser Ratgeber zum Stromverbrauch von Grow-LEDs.

Was ein Steckdosenmessgerät anzeigt

Die meisten Geräte zeigen mindestens zwei Werte. Die momentane Leistung in Watt beschreibt, wie viel das angeschlossene Gerät gerade in diesem Augenblick aufnimmt. Die Energie in Kilowattstunden zählt den Verbrauch über die Zeit zusammen. Für Stromkosten ist die Energie entscheidend. Viele Geräte können außerdem einen Strompreis speichern und Kosten direkt anzeigen. Laut dem Energieratgeber von Vattenfall unterscheiden manche Modelle auch zwischen Tag- und Nachttarif und rechnen den Verbrauch aufs Jahr hoch.

Vorbereitung

Lies vor dem ersten Einsatz die Bedienungsanleitung und prüfe, bis zu welcher Last das Messgerät zugelassen ist. Setze das Gerät direkt in eine Wandsteckdose und stecke den Verbraucher in das Messgerät. Wenn du die gesamte Technik deiner Growbox auf einmal erfassen willst, kannst du eine Steckdosenleiste in das Messgerät stecken. Dann musst du darauf achten, dass die Summe aller angeschlossenen Geräte innerhalb der zulässigen Last von Messgerät und Steckdosenleiste bleibt.

Gib den aktuellen Strompreis aus deinem Vertrag ein, falls das Gerät eine Kostenanzeige hat, und setze den Energiezähler vor Beginn auf null.

Einzelgerät oder Gesamtsystem messen

Beide Varianten haben ihren Zweck. Misst du ein einzelnes Gerät, erkennst du genau, welchen Anteil es am Verbrauch hat. Das ist hilfreich, wenn du zum Beispiel eine Dimmstufe oder eine Lüfterdrehzahl vergleichen möchtest. Misst du das ganze System, bekommst du den Gesamtverbrauch auf einen Blick, siehst aber nicht, welches Gerät wie viel beiträgt. Ein sinnvoller Weg ist, zuerst jedes Gerät einzeln kurz zu messen und danach das Gesamtsystem über einen längeren Zeitraum.

Wie lange messen?

Für Geräte mit gleichbleibender Leistung, etwa eine LED auf fester Dimmstufe, reicht der Momentanwert in Watt schon für eine Hochrechnung: Leistung mal Betriebsstunden ergibt die Energie. Vattenfall rechnet als Beispiel vor, dass eine 40-Watt-Lampe in fünf Stunden 200 Wattstunden verbraucht, also 0,2 Kilowattstunden. Bei Geräten, die ihre Leistung ändern, funktioniert diese einfache Formel nicht. Dazu gehören geregelte Lüfter, Luftbefeuchter mit Sensor oder Heizgeräte mit Thermostat. Hier misst du besser über einen längeren Zeitraum mit dem Energiezähler. Vattenfall empfiehlt für eine realistische Kostenabschätzung mindestens eine Woche Messdauer.

Typische Fehlerquellen

  • Kurze Momentaufnahmen bei Geräten mit wechselnder Leistung führen zu falschen Hochrechnungen.
  • Ein vergessener Nullstellen-Schritt vermischt alte und neue Messwerte.
  • Änderungen während der Messung, etwa eine andere Dimmstufe, machen den Wert schwer vergleichbar. Notiere solche Änderungen mit Datum.
  • Sehr kleine Lasten, etwa der Bereitschaftsbetrieb von Steuergeräten, erfasst nicht jedes Messgerät zuverlässig. Vattenfall rät, für solche Messungen ein Gerät zu wählen, das auch sehr niedrige Leistungen sicher erkennt.

Messgerät ausleihen statt kaufen

Wenn du nur einmal messen möchtest, musst du nicht unbedingt ein Gerät kaufen. Laut Vattenfall verleihen Verbraucherzentralen und viele Baumärkte Strommessgeräte, meist kostenlos.

Sicherheit

Verwende das Messgerät nur so, wie es der Hersteller vorsieht, und öffne es nicht. Eine leichte Erwärmung im Betrieb ist für sich genommen kein Hinweis auf einen Defekt. Wird das Gerät aber ungewöhnlich heiß, riecht es nach Brand, zeigt es Verfärbungen oder funktioniert es nicht mehr richtig, ziehe den Stecker und nutze es nicht weiter. Mehrere Steckdosenleisten hintereinander zu stecken, ist keine gute Idee. Für Fragen zur Elektroinstallation ist eine Elektrofachkraft die richtige Ansprechpartnerin.

Fazit

Ein Steckdosenmessgerät macht aus Schätzungen Messwerte. Miss Geräte mit wechselnder Leistung über mindestens eine Woche, notiere Änderungen und rechne mit der gemessenen Energie statt mit Typenschildwerten. Für die Kostenrechnung kannst du deine Werte anschließend im PPFD-, DLI- und Stromkosten-Rechner verwenden.